Nach Vorschlag der Linkspartei
Union lehnt Wiedereinführung der Vermögenssteuer weiter ab

Die Union lehnt die Vorschläge der Linkspartei zur Wiedereinführung einer Vermögenssteuer ab. Der finanzpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion von CDU und CSU, Güntzler, sagte im Deutschlanfunk, ein großer Teil der Vermögen sei nicht frei verfügbar, sondern in Unternehmen gebunden.

    Der CDU-Politiker Fritz Güntzler steht im dunklen Anzug an einem Rednerpult im Bundestag und spricht. Er hat seine Hände auf den Unterlagen, vor ihm stehen Mikrofone und ein Wasserglas.
    Der finanzpolitischer Sprecher der Union im Bundestag, Fritz Güntzler (Archivfoto vom November 2025). (picture alliance / Flashpic / Jens Krick)
    Eine zusätzliche Steuer darauf würde Investitionen bremsen und Arbeitsplätze gefährden, so Güntzler.
    Auch der Arbeitgeberverband BDA hat die Vorschläge der Linkspartei kritisiert. BDA-Hauptgeschäftsführer Kampeter sagte, eine solche Steuer würde zu einer Kapitalflucht ins Ausland führen.
    Laut einer von der Linkspartei in Auftrag gegebenen Studie könnte eine Vermögenssteuer dem Staat bis zu 150 Milliarden Euro im Jahr einbringen. Die Untersuchung geht von einer Versteuerung von Vermögen ab einer Million Euro für Privatpersonen und ab fünf Millionen Euro für Unternehmen aus.
    Durchgeführt wurde die Studie vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Der Autor Stefan Bach sprach von einem ambitionierten Konzept. Er warnte aber auch davor, dass ein Teil der Betroffenen Vermögenswerte ins Ausland verlagern könnten und sich das Steueraufkommen dadurch reduzieren könne.
    Diese Nachricht wurde am 07.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.