Wirtschaft
Union und SPD: Mineralölkonzerne sollen Preissteigerungen künftig begründen müssen

Die Fraktionen von Union und SPD wollen erreichen, dass die Mineralölkonzerne Preissteigerungen künftig begründen müssen.

    Eine Anzeigetafel der Preise für Benzin, Diesel und AdBlue an einer Tankstelle in Niederösterreich.
    Eine Anzeigetafel der Preise für Benzin, Diesel und AdBlue an einer Tankstelle in Niederösterreich. (picture alliance/HARALD SCHNEIDER/APA/picturedesk.com)
    Diese Forderung erhoben Mitglieder einer Taskforce aus Abgeordneten nach einem Treffen mit Vertretern der Konzerne in Berlin. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Zorn sagte, die Unternehmen hätten nicht glaubhaft erklärt, wie die Preisgestaltung und die Unterschiede im europäischen Vergleich zustande kämen. Nach Angaben des CDU-Abgeordneten Müller sollen dem Bundeskartellamt weitere Möglichkeiten eingeräumt werden, um gegen zu hohe Preise zulasten der Verbraucher vorzugehen.
    Der Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbands "Fuels und Energie", Küchen, wies den Vorwurf einer "Abzocke" zurück. Er erklärte, die Gewinnmargen hätten sich seit dem Beginn des Iran-Kriegs nicht verändert. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace stellte dagegen eine Analyse vor, laut der die Mineralölkonzerne seit Beginn des Iran-Kriegs überhöhte Gewinne an den Tankstellen erzielen - und zwar täglich etwa 21 Millionen Euro zusätzlich.
    Diese Nachricht wurde am 16.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.