
Man könne die Einkommensgrenze heruntersetzen, ab der diese herangezogen würden, sagte der CDU-Politiker der Neuen Osnabrücker Zeitung. Aktuell gilt: Wer mehr als 100.000 Euro Jahresbruttoeinkommen hat, muss sich an der Finanzierung eines Heimplatzes der Eltern beteiligen. Stegemann verteidigte auch seinen Vorstoß, Wohneigentum stärker heranzuziehen. Eltern würden ihr Hab und Gut oft rechtzeitig verteilen. Unter Einhaltung der 10-Jahres-Fristen bringe man sozusagen das Erbe in trockene Tücher. Man müsse an diese Umgehungstatbestände ran, ob beim Eigenheim oder bei anderem Vermögen. - Besitz kann in Deutschland alle zehn Jahre steuerfrei verschenkt und zugleich vor dem Zugriff etwa des Sozialamtes oder eines Pflichtteilsberechtigten geschützt werden.
Hintergrund der Debatte ist die angespannte Lage der Pflegekassen. Bundesgesundheitsministerin Warken (CDU) hat ein Reformkonzept angekündigt. Wann sie es vorlegt, ist noch offen.
Diese Nachricht wurde am 30.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
