
Die Abgeordneten von CDU und CSU bestätigten den 45-Jährigen mit 86,5 Prozent im Amt. Vor einem Jahr hatte er 91,3 Prozent der Stimmen bekommen. Damals hatte er Vorgänger Merz abgelöst, der Bundeskanzler wurde. Nach Angaben von Teilnehmern nannte Spahn das Ergebnis einen Vertrauensbeweis. Die Fraktion müsse ein "Stabilitätsanker" bleiben. Spahn soll die Fraktion nun bis zum Ende der laufenden Wahlperiode führen. Einen Gegenkandidaten hatte er nicht.
Spahn hatte als Unionsfraktionschef wiederholt Kritik auf sich gezogen - etwa letzten Sommer, als die Wahl der von der SPD als Verfassungsrichterin vorgeschlagenen Juristin Brosius-Gersdorf wegen Widerstands innerhalb seiner Fraktion abgesagt werden musste. Zudem stand er wegen unklarer Geschäfte des damaligen Gesundheitsministeriums beim Kauf von Masken in der Corona-Pandemie im Fokus der Öffentlichkeit. In der Rentendebatte hatte die Union zudem Probleme, eine Gruppe junger Abgeordneter für den Beschluss zu gewinnen.
Diese Nachricht wurde am 05.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
