
Die Abgeordneten von CDU und CSU wählten ihn mit 86,5 Prozent der Stimmen. Vor einem Jahr hatte er 91,3 Prozent erhalten.
Spahn hatte keinen Gegenkandidaten. Seine erneute Berufung galt nach den ersten Monaten der Regierung nicht als selbstverständlich. Er hatte als Unionsfraktionschef wiederholt Kritik auf sich gezogen - etwa letzten Sommer, als die Wahl der von der SPD als Verfassungsrichterin vorgeschlagenen Juristin Brosius-Gersdorf wegen Widerstands innerhalb seiner Fraktion abgesagt werden musste. Zudem stand er wegen unklarer Geschäfte des damaligen Gesundheitsministeriums beim Kauf von Masken in der Corona-Pandemie im Fokus der Öffentlichkeit. In der Rentendebatte hatte die Union zudem Probleme, eine Gruppe junger Abgeordneter für den Beschluss zu gewinnen.
Diese Nachricht wurde am 05.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
