Rentendebatte
Unionsfraktionschef Frei fordert raschen Gesetzesentwurf von Sozialministerin Bas

In der Debatte um die Rentenreform erhöht Unionsfraktionschef Frei den Druck auf Bundessozialministerin Bas.

    Thorsten Frei (CDU), neuer Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, spricht bei einer Pressekonferenz nach einer Sondersitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zur Wahl des Fraktionsvorsitzenden.
    Unionsfraktionschef Thorsten Frei, CDU (Michael Kappeler/dpa)
    Wenn die Reform noch in diesem Jahr den Bundestag passieren solle, müsse Bas im Herbst einen Referentenentwurf vorlegen, sagte Frei der "Rheinischen Post". Dieser müsse dem Kommissions-Vorschlag entsprechen, einschließlich der Abschaffung der abschlagsfreien Frührente nach 45 Beitragsjahren. Das habe die Sozialministerin selbst zugesagt. Der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Laumann, ebenfalls von der CDU sprach von einem Gesamtpaket mit aufeinander aufbauenden und sich ergänzenden Bestandteilen, die dementsprechend auch vollständig umgesetzt werden sollen.
    Gegen eine Abschaffung haben sich mehrere Ministerpräsder positioniert, darunter auch drei CDU-Regierungschefs in Ostdeutschland. Bas hatte sich zuletzt offen für die Forderungen gezeigt. Ob die Reform die Zustimmung der Länder im Bundesrat überhaupt bedarf, ist noch nicht klar. Das zuständige Arbeits- und Sozialministerium erklärte auf Anfrage des Deutschlandfunks, zu Details der gesetzlichen Umsetzung könne man noch keine Auskunft geben. Ziel sei jedenfalls eine Verabschiedung bis Ende 2026 im Bundestag.
    Diese Nachricht wurde am 06.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.