Nach Gerichtsentscheidung
Unionsfraktionsvize hält AfD-Verbot für "eher unwahrscheinlich"

Unionsfraktionsvize Krings hält ein AfD-Verbot nach der jüngsten Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln für eher unwahrscheinlich.

    Günter Krings (CDU), Mitglied des Bundestages, spricht während der 60. Sitzung des 21. Deutschen Bundestages zum Thema Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems.
    Unionsfraktionsvize Günter Krings, CDU (Sebastian Christoph Gollnow / dpa / Sebastian Gollnow)
    Man sei noch weit davon entfernt, genügend Material für ein entsprechendes Verfahren zu haben, sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Man wisse aber nicht, wie sich die Partei weiterentwickle. Einerseits werde viel Kreide gefressen. Andererseits rissen sich die AfD-Leute gelegentlich die Maske vom Gesicht. Daher sei das Thema eines AfD-Verbots nicht vom Tisch. Der Verfassungsschutz müsse weiterhin seiner Arbeit nachgehen und genügend Material über die AfD sammeln, erklärte Krings.
    Das Verwaltungsgericht Köln hatte in einem Eilverfahren am Donnerstag entschieden, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz die AfD vorerst nicht als gesichert rechtsextremistisch einstufen und bezeichnen darf. Eine Entscheidung in der Hauptsache steht noch aus.
    Diese Nachricht wurde am 28.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.