Nach Personalwechseln
Unionsfraktionsvorsitzender Frei (CDU): "Blick auf die politischen Herausforderungen richten"

Der neue Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Frei, sieht im Zusammenhang mit den Personalwechseln keine größere Krise in Fraktion und Regierung.

    Thorsten Frei (CDU) kommt zu einer Sondersitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zur Wahl des Fraktionsvorsitzenden.
    Thorsten Frei ist neuer Vorsitzender der Unionsfraktion. (Sebastian Gollnow / dpa / Sebastian Gollnow)
    Der CDU-Politiker sagte im Deutschlandfunk, die gestrige Fraktionssitzung sei von einer kritischen aber konstruktiven Diskussion geprägt gewesen. Nun müsse die Union darauf achten, nicht zu sehr um sich selbst zu kreisen. Kritik sei wichtig. Es gelte aber, den Blick wieder auf die politischen Herausforderungen zu richten, sagte Frei.
    Mit Blick auf die Umfragewerte räumte Frei Handlungsbedarf ein. Die Union müsse das Vertrauen der Bürger zurückgewinnen und die wirtschaftlichen Probleme lösen. Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD äußerte sich Frei zudem offen für schärfere Maßnahmen gegen Gefährder. Instrumente wie die elektronische Fußfessel könnten helfen, gefährliche Personen im Blick zu behalten. Auch über mögliche Änderungen im Jugendstrafrecht müsse diskutiert werden.
    Frei war gestern von den Abgeordneten von CDU und CSU mit knapp 92 Prozent der Stimmen zum Fraktionsvorsitzenden gewählt worden.
    Diese Nachricht wurde am 30.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.