Streit um Grönland
Unionspolitiker spricht von Boykott der Fußball-WM in den USA als Ultima Ratio

Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Hardt, schließt einen Boykott der Fußball-WM 2026, die überwiegend in den USA stattfindet, nicht aus.

    Jürgen Hardt steht am Rednerpult des Deutschen Bundestages.
    Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU, Jürgen Hardt (picture alliance / Geisler-Fotopress / Frederic Kern)
    Eine Absage des Turniers käme als 'Ultima Ratio' in Betracht, um US-Präsident Trump in der Grönlandfrage zur Vernunft zu bringen, sagte er der "Bild". Gegenüber dem Deutschlandfunk betonte der ehemalige Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, eine "rein theoretische Eskalation und ein parallel stattfindendes Fußballfest" halte er für ausgeschlossen. Er gehe aber davon aus, dass es nicht so weit komme, weil der Präsident auch unter dem Druck des Kongresses diesen "illegalen" Schritt nicht gehen werde.
    Trump hatte wiederholt Ansprüche auf die Insel Grönland erhoben, die Teil des Königreichs Dänemark ist. Dabei schloss er auch militärische Optionen nicht aus. Forderungen nach einem WM-Boykott gab es zuletzt wegen Menschenrechtsverletzungen vor dem Turnier 2022 in Katar.
    Diese Nachricht wurde am 16.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.