
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 83.000 Frauen gezielt umgebracht. Der Statistik zufolge waren Partner oder Familienangehörige in 60 Prozent aller Femizid-Fälle die Täter. Bei getöteten Männern lag der Anteil mit nur elf Prozent drastisch niedriger.
Besonders häufig sind Femizide - also Fälle tödlicher Gewalt, in denen Frauen wegen ihres Geschlechts umgebracht werden - laut der UNO-Statistik in afrikanischen Ländern. Dahinter folgen Süd- und Nordamerika. In asiatischen und europäischen Ländern gibt es zwar immer noch viele, gemessen an der Einwohnerzahl aber vergleichsweise deutlich weniger Femizide.
In Deutschland wurden vergangenes Jahr 132 Frauen durch ihren Partner getötet. Zudem wurden nach Angaben des Innenministeriums und des Bundeskriminalamts über 135.000 Frauen und Mädchen Opfer von Partnerschaftsgewalt.
Beauftragte des Bundes fordert mehr Schutzrechte auch im Alltag
Die Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes, Ataman, hat mehr Schutzrechte für Frauen gegen Gewalt und Diskriminierung gefordert. Die gesetzliche Lage müsse so angepasst werden, dass sich Frauen auch im Alltag dagegen wehren könnten, sagte Ataman im Deutschlandfunk. So gebe es zwar ein Verbot der Diskriminierung am Arbeitsplatz, aber nicht in anderen Lebensbereichen wie auf dem Weg nach Hause, beim Einkaufen oder in der Fahrschule. Ataman verwies in diesem Zusammenhang auf gesetzliche Regelungen in anderen Ländern, von denen man lernen und besser werden könne.
Bundesfrauenministerin Prien rief zu einer klaren rechtlichen und gesellschaftlichen Position zu Femiziden auf. Man müsse dafür sorgen, dass Frauen sicher und frei leben könnten, sagte Prien der "Rheinischen Post".
Anlässlich des Aktionstages, der international als "Orange Day" bekannt ist, werden viele öffentliche Gebäude in deutschen Städten mit orangem Licht angestrahlt.
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Diese Nachricht wurde am 25.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.





