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Hongkong
UNO äußert sich alarmiert über Festnahmen am Tian'anmen-Jahrestag

Die Vereinten Nationen haben sich alarmiert über die Festnahmen in Hongkong am 34. Jahrestag des Tian'anmen-Massakers in Peking geäußert.

08.06.2023
    Volker Türk, UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, spricht zu den Medien während einer Pressekonferenz, am europäischen Hauptsitz der Vereinten Nationen.
    Volker Türk, UNO-Hochkommissar für Menschenrechte (Salvatore Di Nolfi / KEYSTONE / dpa / Salvatore Di Nolfi)
    Der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, Türk, forderte bei Twitter die umgehende Freilassung aller Personen, die wegen der Ausübung ihrer Meinungs- und Versammlungsfreiheit inhaftiert worden seien. Die Polizei in Hongkong hatte gestern mehr als 20 teils prominente Oppositionelle festgesetzt. Ihnen wird vorgeworfen, die Ordnung auf öffentlichen Plätzen gestört zu haben.
    Rund um den Pekinger Platz des Himmlischen Friedens war die kommunistische Führung Chinas am 4. Juni 1989 gewaltsam gegen Vertreter der Demokratiebewegung vorgegangen. Gedenkveranstaltungen dazu sind im Land verboten. Die Sonderverwaltungszone Hongkong war bis zum Inkrafttreten des sogenannten Sicherheitsgesetzes vor drei Jahren das letzte von China kontrollierte Gebiet, in dem Mahnwachen toleriert wurden.
    Diese Nachricht wurde am 05.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.