Myanmar
UNO: Armee verliert an Boden und attackiert vermehrt die Zivilbevölkerung

Der UNO-Sonderberichterstatter für Myanmar, Andrews, hat sich besorgt über die Lage in dem südost-asiatischen Land geäußert.

    Mitglieder der Armee der Nationalen Demokratischen Allianz Myanmars (MNDAA).
    Im Februar 2021 gab es einen Militärputsch in Myanmar. Die Junta attackiert nach Einschätzung der UNO vermehrt die Zivilbevölkerung. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Uncredited)
    Der Konflikt zwischen Militärjunta und Rebellengruppen scheine kein Ende zu nehmen, sagte Andrews vor einem Ausschuss des thailändischen Parlaments in Bangkok. In den vergangenen Monaten seien bewaffnete Gruppen nahe der Grenze zu China vorgerückt. Die Armee verliere buchstäblich an Boden und reagiere darauf mit Attacken auf die Zivilbevölkerung. Die Zahl der Angriffe auf Schulen, Krankenhäuser und Klöster habe in den vergangenen sechs Monaten erheblich zugenommen.
    Das Militär in Myanmar hatte 2021 die Regierung von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gestürzt. Seitdem geht die Junta gegen Oppositionelle vor und liefert sich Kämpfe mit Rebellengruppen und ethnischen Minderheiten.
    Diese Nachricht wurde am 11.07.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.