Israel
UNO befürchtet ethnische Säuberung im besetzten Westjordanland - Türk fordert Rückholung aller israelischen Siedler

Die Vereinten Nationen haben die Befürchtung einer ethnischen Säuberung des von Israel besetzten Westjordanlands geäußert.

    Ein Mann geht durch eine israelische Militäroperation zerstörtes Haus in der Nähe von Nablus im Westjordanland.
    Ein durch eine israelische Militäroperation zerstörtes Haus nahe Nablus im Westjordanland. (AFP / JOHN WESSELS)
    Vertreibungen der Palästinenser deuteten auf eine gezielte Politik der massenhaften Zwangsumsiedlung hin, mit dem Ziel, einen dauerhaften Zustand zu schaffen, führt das UNO-Menschenrechtsbüro in einem Bericht aus. Ferner wird die Gewalt israelischer Siedler als koordiniert, strategisch und weitgehend ungehindert beschrieben. Die Palästinenser würden permanent schikaniert, eingeschüchtert, verletzt, ihre Häuser und ihr Ackerland zerstört, hieß es bei der Vorstellung in Genf. Ziel sei es, so viel Land wie möglich zu beschlagnahmen. Das Tempo werde immer unerbittlicher. Innerhalb eines Jahres seien 36.000 Palästinenser vertrieben worden. UNO-Hochkommissar Türk forderte Israel auf, alle Siedler zurückzuholen.
    Israel teilte auf Anfrage der ARD mit, das UNO-Menschenrechtsbüro habe an dieser Stelle jegliche Glaubwürdigkeit verloren. Es funktioniere als - Zitat - "Epizentrum eines abscheulichen Anti-Israel-Aktivismus".
    Diese Nachricht wurde am 18.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.