Eskalation in Nahost
UNO beruft Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats ein

Mit der Eskalation der Lage im Nahen Osten und in der Golfregion befasst sich am Abend der UNO-Sicherheitsrat in einer Dringlichkeitssitzung.

    Nach Angaben der israelischen Delegation bei den Vereinten Nationen wurde die Sitzung in New York auf Betreiben Frankreichs und Bahrains einberufen. UNO-Generalsekretär Guterres verurteilte die israelisch-amerikanischen Luftangriffe auf den Iran sowie die iranischen Vergeltungsangriffe scharf. Er forderte eine sofortige Einstellung der Kampfhandlungen und rief alle Konfliktparteien zur Deeskalation auf.
    Die chinesische Regierung äußerte sich angesichts der Entwicklung besorgt. Die staatliche Souveränität, Sicherheit und territoriale Unversehrtheit des Irans müssten respektiert werden, erklärte das Außenministerium in Peking. In einer Erklärung des russischen Außenministeriums war die Rede von einem geplanten und unprovozierten Akt bewaffneter Aggression gegen einen souveränen und unabhängigen Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen.
    Im Auswärtigen Amt in Berlin wurde der Krisenstab einberufen. Ein Regierungssprecher erklärte, man sei im Vorfeld über die israelischen Angriffe auf den Iran informiert worden. Gemeinsam mit dem französischen Präsidenten Macron und dem britischen Premierminister Starmer veruteilte Bundeskanzler Merz die iranischen Vergeltungsangriffe auf Staaten der Region. Merz will nach bisheriger Planung Anfang der Woche in die USA reisen und Präsident Trump treffen.
    Diese Nachricht wurde am 28.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.