
Die Afghanistan-Beauftragte Ferguson sagte, ein neues Dekret der Taliban ermögliche willkürliches Vorgehen. Als Beispiel nannte sie Fälle von Misshandlungen, für die Frauen selbst Beweise vorlegen müssten. Es bestehe dabei Anwesenheitspflicht eines männlichen Begleiters, der gegebenenfalls auch der Täter sein könne. Frauen und deren Angehörige könnten außerdem künftig zu Gefängnisstrafen verurteilt werden, wenn sie zu häufig ohne Einverständnis ihrer Ehemänner Familienmitglieder besuchten.
Der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, Türk, bezeichnete in Genf Afghanistan als einen "Friedhof für Menschenrechte". Frauen und Mädchen seien extremer geschlechtsspezifischer Diskriminierung und Unterdrückung ausgesetzt.
Diese Nachricht wurde am 26.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
