Nach IGH-Entscheidung
UNO-Generalversammlung nimmt Resolution für strengere Klimaschutzverpflichtungen an

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat eine Resolution für strengere Klimaschutzverpflichtungen angenommen.

    Die Luftaufnahme zeigt einen Blick auf Port Vila, Vanuatu. Vanuatu ist ein Inselstaat im südwestlichen Pazifik, der vom Anstieg des Meeresspiegels bedroht ist.
    Der Inselstaat Vanuatu im Südpazifik ist besonders vom Klimawandel betroffen. Der Anstieg des Meeresspiegels bedroht die Lebensgrundlagen der Bevölkerung (picture alliance / Xinhua News Agency / Guo Lei)
    Acht Länder stimmten dagegen, darunter die USA, Russland und der Iran. 28 enthielten sich, 141 votierten dafür. Der pazifische Inselstaat Vanuatu hatte den Text eingebracht. Die Resolution basiert auf einem ‌Gutachten des ⁠Internationalen Gerichtshofs, wonach Staaten den Verbrauch fossiler Brennstoffe reduzieren und die Erderwärmung bekämpfen müssen. Eine Vernachlässigung dieser Pflicht könne rechtswidrig sein. Geschädigten Staaten stehe dann gegebenenfalls Schadensersatz zu. Das IGH-Gutachten ist zwar nicht rechtsverbindlich, es wird jedoch erwartet, dass es bei künftigen Klimaklagen weltweit als Referenz herangezogen wird.
    UNO-Generalsekretär Guterres sagte, das Ergebnis der Abstimmung sei eine eindrucksvolle Bestätigung des Völkerrechts, der Klimagerechtigkeit, der Wissenschaft und der Verantwortung der Staaten, Menschen vor der sich verschärfenden Klimakrise zu schützen. 
    Diese Nachricht wurde am 21.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.