Neue Taliban-Gesetze
UNO-Hilfsmission: Immer mehr Hinweise auf Kinderehen in Afghanistan

Die UNO und Menschenrechtsaktivisten sehen vermehrt Hinweise auf Kinderehen in Afghanistan.

    Zwei bewaffnete afghanische Taliban-Kämpfer stehen vor einem Auto.
    Seit der Machtübernahme der Taliban gibt es in Afghanistan Berichten zufolge immer mehr Kinderehen. (AFP / AIMAL ZAHIR)
    Anlass sind neue rechtliche Vorgaben für Scheidungen, die die Taliban-geführte Regierung in Kabul beschlossen hat. Darin gibt es auch Regelungen zu verheirateten Mädchen nach Eintritt in die Pubertät. Nach Ansicht der UNO-Hilfsmission für Afghanistan, UNAMA, impliziert dieser Passus, dass Kinderheirat in dem Land zulässig sei. Die Mission sieht in den neuen Vorgaben auch weitere Einschränkungen der Rechte von Frauen und Mädchen.
    Der britische Guardian berichtet unter Berufung auf Aktivisten, dass die Zahl der zwangsverheirateten Mädchen in Afghanistan seit der Machtübernahme der Taliban vor knapp fünf Jahren deutlich zugenommen hat. Zugleich erhalten Mädchen und Frauen kaum noch Zugang zu Bildung.
    Diese Nachricht wurde am 22.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.