Iran-Krieg
UNO-Hochkommissar für Menschenrechte Türk fordert Bundesregierung zum Einsatz für Völkerrecht auf

Der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, Türk, hat an die internationale Gemeinschaft und insbesondere Deutschland appelliert, sich im Iran-Krieg für die Einhaltung des Völkerrechts und der Menschenrechte einzusetzen.

    Volker Türk, Hoher Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, spricht bei einer Sitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf.
    UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk (Eric Dubost/ZUMA Press Wire/dpa)
    Er rufe alle Länder mit Einfluss auf die kriegführenden Parteien auf, die Wahrung des Völkerrechts ohne Ausnahme zu verlangen. Dazu gehöre der Schutz von Zivilisten. Türk sagte, er hoffe, diese Botschaft auch von der deutschen Regierung zu hören.
    Bundeskanzler Merz hatte zu Beginn des Krieges erklärt, völkerrechtliche Einordnungen würden relativ wenig bewirken. Das gelte umso mehr, wenn diese folgenlos blieben. Auf Kritik an den USA und an Israel verzichtete er bislang, wies jedoch auf die Risiken des Kriegs hin. Verteidigungsminister Pistorius erklärte dagegen im Bundestag, das Völkerrecht müsse zentraler Maßstab des Handelns bleiben.
    Diese Nachricht wurde am 06.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.