Krieg im Nahen Osten
UNO in Sorge um Unesco-Weltkulturerbe im Libanon

Das UNO-Hochkommissariat für Menschenrechte hat vor der Bedrohung des Unesco-Weltkultuerbes im Libanon durch den dortigen israelischen Militäreinsatz gewarnt. Dazu gehörten die Zerstörung von Gotteshäusern und die Gefährdung unschätzbar wertvoller archäologischer Stätten, teilte das Kommissariat mit.

    Eine Straße in Baalbek im Libanon, deren Häuser, Autos und Zäune durch einen israelischen Angriff völlig zerstört sind.
    Israeli setzt seine Luftangriffe auf den Libanon fort. (picture alliance / Anadolu / Suleiman Amhaz)
    So seien die Luftangriffe Israels auf die Region um die Stadt Baalbek im Nordosten des Libanon der antiken Tempelanlage aus der Römerzeit gefährlich nahe gekommen, hieß es. Die Zerstörung des kulturellen Erbes schwäche die historische und kulturelle Identität der Gemeinschaften, die es repräsentiere.

    "Kulturelles Erbe als mögliches Opfer"

    Die Libanon-Beauftragte der UNO, Hennis-Plasschaert, erklärte in einem Onlinedienst, geschichtsträchtige phönizische Städte seien in großer Gefahr, in Schutt und Asche gelegt zu werden - und verwies ebenfalls auf das Unesco-Weltkulturerbe Baalbeck sowie auf die Stadt Tyros. Das kulturelle Erbe des Libanon dürfe "nicht ein weiteres Opfer dieses verheerenden Konflikts werden".
    In Baalbek steht unter anderem eine Ruine eines Jupiter-Heiligtums aus dem Römischen Teich. Tyros gilt als eine der ältesten kontinuierlich bewohnten Städte der Welt.
    Diese Nachricht wurde am 01.11.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.