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Syrien
UNO kritisiert ausbleibende Erdbebenhilfe der Regierung in Damaskus

Die UNO hat dem syrischen Regime von Präsident Assad ein völliges Versagen bei der Erdbebenhilfe im Februar vorgeworfen. Der Leiter der Untersuchungskommission der Vereinten Nationen, Pinheiro, sagte bei der Vorstellung seines Berichts in Genf, die syrische Regierung habe eine ganze Woche benötigt, um grenzüberschreitende Hilfe aus der Türkei zu genehmigen.

    Trümmer in Sarmada in der Region Idlib in Syrien
    Trümmer in Sarmada in der Region Idlib in Syrien (IMAGO / ZUMA Wire / IMAGO / Juma Mohammad)
    Neben der Regierung hätten auch Widerstandsgruppen die Hilfe für die betroffenen Gemeinden behindert. Versäumnisse warf Pinheiro aber auch der UNO vor. Ihr sei es auch nach zwölf Jahren Krieg in Syrien nicht gelungen, einen Waffenstillstand auszuhandeln.
    Die UNO schätzt, dass rund fünf Millionen Menschen im syrischen Teil des Erdbebengebiets eine Grundversorgung mit Unterkünften und anderen Hilfsgütern benötigen. Bereits vor den Erdbeben vom 6. Februar waren mehr als 15 Millionen Syrer auf humanitäre Hilfe angewiesen.
    Diese Nachricht wurde am 13.03.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.