Krieg in Nahost
UNO-Menschenrechtsbüro: Israelische Angriffe im Libanon könnten Kriegsverbrechen sein

Das UNO-Menschenrechtsbüro hat die Luftangriffe Israels auf den Libanon verurteilt.

    Das Foto zeigt den Blick auf die Stadt Khiam im Süden des Libanon. Über einem Gebäude steigt dichter Rauch auf.
    Das UNO-Menschenrechtsbüro verurteilt israelische Luftangriffe auf den Libanon. (AFP / -)
    In einer Erklärung hieß es, die israelische Armee habe Wohngebäude in dicht ⁠besiedelten Gebieten zerstört. Ganze Familien seien dabei getötet worden. Die Vorfälle müssten untersucht werden. Weiter betonte das UNO-Büro, vorsätzliche Angriffe auf Zivilisten oder zivile Objekte stellten ein Kriegsverbrechen dar. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs lag zunächst ⁠nicht vor.
    Seit der Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Chamenei feuert die Hisbollah Raketen auf Israel ab. Die israelische Armee reagiert darauf mit Angriffen auf Ziele ⁠der militant-islamistischen Miliz und rückt inzwischen auch mit Bodentruppen auf libanesisches Territorium vor. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden seit der jüngsten Eskalation im Libanon 850 Menschen getötet und mehr als 2.100 verletzt.
    Diese Nachricht wurde am 17.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.