Volker Türk
UNO-Menschenrechtskommissar verurteilt Tötung hunderter Palästinsenser im Westjordanland

Der UNO-Menschenrechtskommissar Türk fordert ein Ende der tödlichen Gewalt im von Israel besetzten Westjordanland.

    Volker Türk, UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, spricht zu den Medien während einer Pressekonferenz, am europäischen Hauptsitz der Vereinten Nationen.
    Volker Türk, UNO-Hochkommissar für Menschenrechte: "Das Töten, die Zerstörung und die weit verbreiteten Menschenrechtsverletzungen sind inakzeptabel" (Archivbild). (Salvatore Di Nolfi / KEYSTONE / dpa / Salvatore Di Nolfi)
    In einer Mitteilung heißt es, mehr als 500 Palästinenser seien dort seit dem 7. Oktober von israelischen Sicherheitskräften und Siedlern getötet worden. Zu oft würden rechtswidrige Tötungen nicht untersucht, Täter kämen straflos davon. Der UNO-Menschenrechtskommissar forderte, Israel müsse Einsatzregeln beschließen und durchsetzen, die in vollem Einklang mit den geltenden Menschenrechtsnormen seien.
    In der Mitteilung wird auch die Zahl von 24 Israelis genannt, die im selben Zeitraum bei Zusammenstößen oder Angriffen von Palästinensern im Westjordanland und in Israel getötet worden seien. Die UNO bezieht sich in ihrer Auswertung auf die Zeit nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel.
    Diese Nachricht wurde am 04.06.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.