Umwelt
UNO ruft Jahrzehnt der Bekämpfung von Sand- und Staubstürmen aus

In den letzten Jahren gab es deutlich mehr Sand- und Staubstürme als früher. Auf das Problem wollen die Vereinten Nationen aufmerksam machen, zu denen sich mehr als 190 Länder der Erde zusammengeschlossen haben.

15.07.2024
    Eine Moschee in Bagdad ist von einem Sandsturm umhüllt.
    Ein schwerer Sandsturm verhüllt eine Moschee in der irakischen Hauptstadt Bagdad (Archivbild). (AHMAD AL-RUBAYE / AFP)
    Die UNO-Vollversammlung hat ein Jahrzehnt der Bekämpfung von Sand- und Staubstürmen ausgerufen. Losgehen soll es 2025. Ziel ist es, die negativen Folgen von Sand- und Staubstürmen abzuschwächen oder ganz zu verhindern. Die Wetterereignisse können Atemwegserkrankungen verschlimmern, Ernten und Viehherden vernichten und die Wüstenbildung verstärken.

    Zwei Billionen Tonnen Sand und Staub

    Wichtig ist der UNO zufolge die rechtzeitige Warnung von Menschen, wenn ein Sandsturm heranzieht. Mit Blick auf die Ursachen sollten Landwirte Böden schonend bewirtschaften und darauf achten, dass Viehherden nicht zu viele Pflanzen fressen, die Erdreich und damit Sand und Staub festhalten.
    Geschätzt wirbeln jedes Jahr zwei Billionen Tonnen Sand und Staub in die Atmosphäre, vor allem in eher trockenen Regionen mit wenig Vegetation. Dürren und der Klimawandel verschlimmern das Problem Fachleuten zufolge. Weltweit sind laut den Vereinten Nationen mehr als 330 Millionen Menschen unmittelbar betroffen.
    Diese Nachricht wurde am 11.07.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.