New York
UNO-Sicherheitsrat befasst sich mit US-Militäreinsatz in Venezuela

Zwei Tage nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela und der Gefangennahme von Staatschef Maduro hat sich der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit dem Vorgehen Washingtons befasst.

    Das Foto zeigt die Mitglieder des UNO-Sicherheitsrats bei einer Sitzung des Gremiums.
    Der UNO-Sicherheitsrat (dpa / ZUMA Press Wire / Lev Radin)
    UNO-Generalsekretär Guterres zeigte sich besorgt darüber, dass bei der Aktion die Regeln des Völkerrechts nicht eingehalten worden seien. Die UNO-Botschafter Venezuelas, Russlands und Chinas stuften auf der Dringlichkeitssitzung in New York den Einsatz ebenfalls als völkerrechtswidrig ein. Sie forderten die Freilassung Maduros und seiner Ehefrau. Die USA rechtfertigten ihren Einsatz und sprachen von einer Strafverfolgungs-Maßnahme.
    Der inzwischen in den Vereinigten Staaten inhaftierte Maduro wies bei seinem ersten Gerichtstermin in New York die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen zurück. Er betonte, er sei unschuldig und betrachte sich weiterhin als rechtmäßigen Staatschef. Maduro ist unter anderem wegen Drogenterrorismus angeklagt. Seine nächste Anhörung ist für den 17. März geplant.
    In der venezolanischen Hauptstadt Caracas demonstrierten rund 2.000 Anhänger Maduros gegen seine Gefangennahme. Im Parlament wurde Maduros bisherige Stellvertreterin Rodríguez als Übergangspräsidentin vereidigt.
    Diese Nachricht wurde am 05.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.