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Mali-Mission
UNO-Sicherheitsrat besiegelt Ende von Minusma-Einsatz

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat das Aus der UNO-Mission Minusma im westafrikanischen Krisenstaat Mali besiegelt.

    Patrouille der UN-Mission MInusma im Dorf Bagoundje, ein deutscher Blauhelm Soldat mit Sturmgewehr in Mali, 2020.
    UNO-Mission MInusma endet nach einem Beschluss des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen (imago / Joerg Boethling)
    Das Gremium votierte in New York einstimmig für eine von Frankreich eingebrachte Resolution. Damit endet der seit 2013 laufende Blauhelm-Einsatz offiziell mit sofortiger Wirkung. Tatsächlich abgeschlossen soll der Abzug der UNO-Truppen dann bis Jahresende. Zuletzt hatte sich die Bundeswehr bereits auf ein solches Szenario vorbereitet. Der Sprecher des deutschen Einsatzkontingents in Mali, Oberstleutnant Smoll, erklärte, man habe die entsprechenden Hausaufgaben erledigt. Aus dem Bundesverteidigungsministerium hatte es zudem geheißen, im Falle etwa einer akuten Gefährdung könne dies auch innerhalb von Tagen geschehen. Die Militärregierung in Bamako hatte das sofortige Ende der UNO-Mission gefordert und stattdessen eine Zusammenarbeit mit den russischen "Wagner"-Söldnern begonnen.
    Die Bundeswehr ist seit 2013 an "Minusma" beteiligt. Derzeit befinden sich 1.125 deutsche Soldatinnen und Soldaten in Mali. Es ist damit der größte Auslandseinsatz der Bundeswehr.
    Diese Nachricht wurde am 30.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.