New York
UNO-Sicherheitsrat nach Tod von Blauhelmsoldaten im Libanon zu Dringlichkeitssitzung zusammengekommen

Nach dem Tod von drei Blauhelmsoldaten im Südlibanon ist der UNO-Sicherheitsrat in New York zu einer Dringlichkeitssitzung zusammengekommen.

    UNO-Friedenstruppen mit blauen Helmen an der libanesischen Grenze zu Israel. Im Vordergrund eine Flagge der Vereinten Nationen.
    Die Aufnahme von 2023 zeigt UNO-Friedenstruppen an der libanesischen Grenze zu Israel. (dpa / Marwan Naamani)
    Die französische Regierung hatte die Sitzung wegen der - wie es hieß - "äußerst schwerwiegenden Vorfälle" beantragt. Am Sonntag war ein Blauhelmsoldat im Libanon bei der Explosion eines Geschosses getötet worden. Gestern wurden durch eine Explosion in Bani Hajjan zwei weitere Soldaten der UNIFIL-Truppe getötet. Alle drei stammten aus Indonesien. Dessen Regierung mahnte die Einhaltung des humanitären Völkerrechts an. Die Sicherheit der Friedenstruppen müsse oberste Priorität haben, hieß es aus dem Verteidigungsministerium in Jakarta.
    Die israelische Armee teilte mit, dass sie eine Untersuchung eingeleitet habe. Es solle geprüft werden, ob die Vorfälle durch Aktivitäten der Hisbollah oder der israelischen Streitkräfte verursacht worden seien. - Die UNIFIL ist seit Jahrzehnten im Grenzgebiet des Libanon zu Israel im Einsatz. An der Mission sind auch rund 200 Bundeswehrsoldaten beteiligt, die die libanesische Seegrenze überwachen.
    Diese Nachricht wurde am 31.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.