New York
UNO-Sicherheitsrat stimmt Gaza-Friedensplan der USA zu

Der UNO-Sicherheitsrat hat dem US-amerikanischen Gaza-Friedensplan zugestimmt. Die militant-islamistische Hamas lehnte die Resolution umgehend ab. Die Palästinensische Autonomiebehörde forderte dagegen eine rasche Umsetzung.

    Das Foto zeigt die Mitglieder des UNO-Sicherheitsrats bei einer Sitzung des Gremiums.
    Der UNO-Sicherheitsrat hat der US-Resolution zum Gazastreifen zugestimmt. (dpa / ZUMA Press Wire / Lev Radin)
    Im Sicherheitsrat in New York stimmten 13 Staaten für den Resolutionsentwurf, den die USA und mehrere weitere Länder - darunter die Vermittlerstaaten Katar und Ägypten - eingebracht hatten. Russland und China enthielten sich, beide Länder hatten einen eigenen Entwurf vorbereitet.

    Auch Möglichkeit eines Palästinenserstaates erwähnt

    Die Abstimmung gilt als wichtiger Schritt, um die Lage im Gazastreifen weiter zu stabilisieren. Die Entschließung sieht unter anderem vor, mit einem internationalen Militäreinsatz die Waffenruhe zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas zu überwachen. Zudem soll es eine Übergangsverwaltung für das Palästinensergebiet geben. Die Resolution erwähnt auch die Möglichkeit eines künftigen Palästinenserstaats.
    Mehrere arabische Länder in der Region hatten bereits signalisiert, Soldaten für eine sogenannte Stabilisierungstruppe bereitzustellen. Sie verlangten aber, dass der Einsatz auf Basis einer UNO-Resolution geschieht. Der Gaza-Friedensplan Trumps sieht auch eine Entwaffnung der Hamas-Kämpfer vor.

    Trump und UNO-Botschafter Waltz zufrieden

    US-Präsident Trump bezeichnete den Beschluss auf seiner Kurznachrichten-Plattform "Truth Social" als historisch und dankte den Mitgliedern des Sicherheitsrats. Der UNO-Botschafter der Vereinigten Staaten, Waltz, sagte, die Resolution sei ein weiterer wichtiger Schritt, um dem Gazastreifen zu Wohlstand zu verhelfen und ein Umfeld zu schaffen, in dem Israel in Sicherheit leben könne.

    Hamas lehnt Resolution ab

    Die militant-islamistische Hamas hatte schon vor der Verabschiedung der Resolution erklärt, man lehne jedwede Klausel ab, in der es um die Entwaffnung im Gazastreifen gehe. Nach dem Sicherheitsrats-Beschluss verbreitete die Hamas über ihre Propaganda-Kanäle, die Resolution erfülle nicht die "politischen und humanitären Forderungen und Rechte unseres palästinensischen Volkes". Sie ziele darauf ab, eine internationale Treuhandschaft über das Gebiet zu verhängen - und das werde von den Palästinensern abgelehnt.

    Autonomiebehörde für sofortige Umsetzung

    Die Palästinensische Autonomiebehörde stellte sich gegen die Hamas und forderte die sofortige Umsetzung der Resolution. Die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA zitiert die Behörde mit den Worten, dadurch könne man das Volk im Gazastreifen schützen, Vertreibung verhindern, den vollständigen - wie es mit Blick auf das israelische Militär hieß - 'Rückzug der Besatzungstruppen' sicherstellen, den Wiederaufbau des großflächig zerstörten Gebiets ermöglichen und die Aushöhlung der Zweistaatenlösung stoppen.

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    Diese Nachricht wurde am 18.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.