Iran
UNO-Sonderberichterstatterin warnt vor gewaltsamem Vorgehen gegen Demonstrierende

Die UNO-Sonderberichterstatterin für Menschenrechte im Iran, Sato, hat die Behörden in der Islamischen Republik vor einem gewaltsamen Vorgehen gegen die anhaltenden Proteste gewarnt. Die Einsatzkräfte deuteten bereits einen härteren Kurs an.

    Das Bild zeigt Menschen, die in einem Protestmarsch über eine Brücke laufen. Daneben fahren Autos.
    Im Iran gibt es erneut Proteste - viele Menschen demonstrieren gegen die schlechte Wirtschaftslage (Archivfoto vom 29.12.2025). (AFP / HANDOUT)
    Sato schrieb auf X, jüngste Berichte deuteten auf zunehmende Konfrontationen zwischen Demonstranten und Einsatzkräften hin. Sie habe alarmierende Meldungen über acht getötete Teilnehmer der Kundgebungen erhalten. Sato betonte, das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit müsse respektiert werden. Die Menschen müssten in der Lage sein, kritische Ansichten zu äußern und friedlich zu demonstrieren, ohne Repressionen zu befürchten.

    Polizei zeigt sich bereit, härter vorzugehen

    Von Seiten der Polizei hieß es laut der staatsnahen Nachrichtenagentur Fars, man werde nicht zulassen, dass Feinde des Landes zivile Proteste in Unruhen und bewaffnete Aufstände verwandelten und werde Land und Volk "bis zum letzten Atemzug" schützen.
    Die Proteste im Iran gegen hohe Inflation, steigende Lebenshaltungskosten und die autoritäre Führung des Landes dauern seit Tagen an. Kundgebungen gab es neben der Hauptstadt Teheran auch in vielen anderen Städten. In Berlin findet am Nachmittag eine Solidaritätskundgebung oppositioneller Gruppen für die Protestierenden statt.
    Diese Nachricht wurde am 03.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.