
Die Rebellion gegen Präsident Bazoum bezeichnete er als schweren Angriff auf die Stabilität und die Demokratie.
Die Vereinten Nationen hatten ihre Hilfsmaßnahmen für Niger bereits ausgesetzt. Das UNO-Büro für die Koordination von Hilfsprogrammen begründete dies mit den unklaren Machtverhältnissen in dem westafrikanischen Land.
Inzwischen hat sich der Chef der Präsidentengarde als neuer Anführer präsentiert. Im staatlichen Fernsehen verlas General Tchiani eine Erklärung, wonach er als Vorsitzender eines Übergangsrates ab sofort die Geschicke des Landes lenkt. Tchiani begründete den Putsch mit einer sich verschlechternden Sicherheitslage in Niger, die auf die Gewalt von Dschihadisten zurückgehe. Er warnte vor einer Einmischung von außen.
Offiziere der Präsidentengarde hatten den demokratisch gewählten Präsidenten Bazoum am Mittwoch in seinem Palast in Niamey festgesetzt und die Machtübernahme verkündet. Die Armee schloss sich den Putschisten an.
Diese Nachricht wurde am 28.07.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
