Palästinensergebiete
UNO verzeichnet zunehmende Gewalt durch jüdische Siedler

Die Vereinten Nationen haben in den vergangenen drei Jahren stetig zunehmende Gewalttaten israelischer Siedler gegen Palästinenser verzeichnet.

    Ein Palästinenser geht an der ausgebrannten Karosserie eines Autos vorbei. Im Hintergrund ist staubiges Land zu sehen.
    Bild aus dem Dorf Susya nach der mutßmaßlichen Brandstiftung durch extremistische israelische Siedler im Februar 2026. (AFP / HAZEM BADER)
    Das geht aus Daten hervor, die das Koordinierungsbüro für humanitäre Hilfe OCHA in Genf veröffentlichte. Demnach gab es 2023 in den besetzten Gebieten noch knapp 1.300 Angriffe auf Einheimische oder deren Eigentum, 2025 wurden bereits mehr als 1.800 registriert. 50 Palästinenser wurden innerhalb der drei Jahre von Siedlern oder israelischen Soldaten getötet und mehr als 4.600 verletzt.
    Im Westjordanland sowie in Ost-Jerusalem leben mehr als 700.000 Siedler und rund drei Millionen Palästinenser. Die Vereinten Nationen betrachten die israelischen Siedlungen als großes Hindernis für eine Friedensregelung.
    Diese Nachricht wurde am 27.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.