Lateinamerika
Unruhen und Gewaltausbrüche in Mexiko nach Tötung von gesuchtem Drogenboss

Angesichts der Gewaltwelle in Mexiko nach der Tötung eines Drogenbosses hat Präsidentin Sheinbaum die Bevölkerung zur Ruhe aufgerufen.

    Ein ausgebrannter Bus steht auf einer Straße, daneben stehen Feuerwehrmänner.
    Nach dem Tod von "El Mencho" haben Bandenmitglieder in Mexiko Fahrzeuge und Geschäfts angezündet. (IMAGO / Anadolu Agency / IMAGO / Stringer)
    Sie sagte, ihre Regierung koordiniere derzeit Sicherheitmaßnahmen in allen Bundesstaaten. In mehreren von diesen hatten Bandenmitglieder Autos, Banken, Tankstellen und Läden in Brand gesetzt. Die Gewalt ereignete sich nach der gestrigen Tötung des berüchtigten Drogenbosses Nemesio Oseguera Cervantes, genannt "El Mencho", bei einem Armeeeinsatz im Bundesstaat Jalisco. Er führte seit 2011 ein Kartell an, das auch in die Schleusung von Migranten, den Diebstahl von Rohstoffen und den Waffenhandel verwickelt sein soll.
    Die deutsche Botschaft in Mexiko erklärte, wer sich an einem sicheren Ort wie einem Hotel aufhalte, solle bis auf weiteres dort bleiben. Es wurde vor möglichen weiteren Gewalttaten in Urlaubszielen wie Cancún, Cozumel und Tulum gewarnt. Einige nordamerikanische Fluggesellschaften sagten Flüge in mehrere mexikanische Städte ab. Die Gewalt ereignete sich auch in Regionen, in denen in vier Monaten Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft stattfinden.
    Diese Nachricht wurde am 23.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.