FDP-Bundesvorsitz
NRW-Landeschef Höne zur Kandidatur von Kubicki: "Geht nicht nur um einen Bekanntheitswettbewerb"

Der nordrhein-westfälische FDP-Landes- und Fraktionsvorsitzende Henning Höne hält an seiner Kandidatur für den Bundesvorsitz seiner Partei fest, obwohl er mit Wolfgang Kubicki einen prominenten Gegner hat. Höne sagte im Deutschlandfunk

    Henning Höne, Landesvorsitzender der FDP Nordrhein-Westfalen, spricht auf dem Landesparteitag der FDP Niedersachsen. (Archivbild)
    FDP-Landeschef Höne kandidiert für den Bundesvorsitz (Moritz Frankenberg / dpa / Moritz Frankenberg)
    es gehe nicht nur um einen Bekanntheitswettbewerb, sondern um die besten Konzepte und Ideen.
    Nach der Bundestagswahl 2025 sei es seiner Partei nicht gelungen, einen glaubwürdigen Neustart hinzulegen, um Vertrauen zurückzugewinnen, kritisierte Höne. Die FDP müsse Verlässlichkeit und Seriosität ausstrahlen, um ihre Themen Marktwirtschaft, Leistungsgerechtigkeit sowie Bürger- und Freiheitsrechte umzusetzen. "Ansonsten bleiben wir eine schlecht gelaunte Oppositionspartei auf Dauer."
    Angesprochen auf die inhaltlichen Unterschiede zu seinem Kontrahenten Kubicki sagte Höne, man hab einen gemeinsamen Kompass, Trennendes gebe es bei einzelnen Sachfragen. Er stehe für einen ganzheitlichen Liberalismus in wirtschaftlichen Fragen, aber auch in gesellschaftlichen Fragen, betonte Höne.
    Der langjährige FDP-Vize Kubicki hatte über Ostern angekündigt, beim Bundesparteitag im Mai für den Vorsitz zu kandidieren. Der bisherige Parteichef Dürr erklärte daraufhin, nicht wieder anzutreten.
    Die FDP war im März bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert.
    Diese Nachricht wurde am 08.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.