
Der Generalstaatsanwalt der Insel Kisch im persischen Golf begründete die Ermittlungen damit, dass der Marathon in dieser Form gegen die Schicklichkeit verstoßen habe. Laut der iranischen Justizbehörde sei ein Strafverfahren gegen die Ausrichter eingeleitet worden. Man fordere "entschlossene, abschreckende und unnachsichtige" Konsequenzen.
Örtlichen Medien zufolge hatten mehr als 5000 Menschen an dem Marathon teilgenommen. Im Anschluss war auf Bildern zu sehen, dass einige Läuferinnen unverschleiert teilgenommen hatten. Damit verstießen sie gegen das Verschleierungsgebot für Frauen, das seit gut vier Jahrzehnten in der Islamischen Republik Iran gilt.
Seit ein paar Jahren wird die Verschleierungspflicht im Iran von immer mehr Frauen ignoriert.
Diese Nachricht wurde am 06.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
