
Die CDU-Politikerin sagte im Deutschlandfunk, die Proteste und auch Umfragen zeigten, dass viele Menschen einen Umstieg auf erneuerbare Energien wollten. Nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine sei dies bereits die zweite "fossile Preiskrise". Seit dem Iran-Krieg seien die Preise für Öl, Gas und Sprit rasant gestiegen. Bei den Strompreisen seien die Ausschläge nicht so stark. Hier sei Deutschland auf einem guten Weg, weil zwischen 2022 und 2026 der Anteil der erneuerbaren Energie deutlich gestiegen sei.
Ein Problem aber sei, dass der Netzausbau nicht vorangegangen sei, kritisierte Heinen-Esser. In Deutschland gebe es komplizierte Verfahren zur Netzverknüpfung. Problematisch seien die unzureichende Digitalisierung der Netze und der fehlende Überbau, damit verschiedene Formen der Energie wie Wind, Wasser oder Sonne in den Netzen besser verknüpft werden könnten. Wenn die Erneuerbaren ausgebremst würden, werde man die Kostenbremse nicht erleben, warnte die Lobbyistin.
Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach sei für viele Menschen der Einstieg in die erneuerbaren Energien. Später komme dann die Luftwärmepumpe oder eine Wallbox für das E-Auto. Die Akzeptanz sei am höchsten, wenn die Menschen einen direkten Nutzen sehen. Man müsse die Menschen mitnehmen. Heinen-Esser monierte in diesem Zusammenhang, die AfD mache eine unverantwortliche Politik und treibe die Menschen in fossile Abhängigkeiten.
Bundeswirtschaftsministerin Reiche (CDU) plant offenbar, die Förderung kleinerer Solaranlagen zu streichen.
Diese Nachricht wurde am 20.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
