Archiv

Dresden
Urteil im Verfahren gegen mutmaßlich linksextremes Netzwerk um Lina E. für Ende Mai angekündigt

Das derzeit umfangreichste Verfahren im Bereich Linksextremismus in Deutschland steht kurz vor dem Ende.

24.05.2023
    Die Angeklagte Lina E. wird zum Prozessauftakt in den Gerichtssaal in Dresden, Sachsen geführt. 08.09.2021
    Linksextremismus-Prozess unter anderem gegen Lina E. in Dresden. (Archivbild) (AFP / Jens Schlüter)
    Der Vorsitzende Richter des Oberlandesgerichts Dresden kündigte für den 31. Mai das Urteil gegen die Kasseler Studentin Lina E. und drei Mitangeklagte an. Ihnen werden gewaltsame Übergriffe gegen Rechtsextremisten und die Gründung einer kriminellen linksextremistischen Vereinigung vorgeworfen. Die Bundesanwaltschaft fordert mehrjährige Haftstrafen. Die Verteidigung plädierte in fast allen Anklagepunkten auf Freispruch. Es werden Ausschreitungen nach der Urteilsverkündung befürchtet. Die linke Szene rief zu Protesten auf. Sie werfen den Ermittlern vor, das Ausmaß des Falls aufzubauschen, um eine linksextremistische Gefahr zu konstruieren.
    Diese Nachricht wurde am 24.05.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.