Künstliche Intelligenz
US-Aktivistin Erin Brockovich fordert mehr Nachhaltigkeit für KI-Zentren

Die US-Aktivistin Erin Brockovich hat vor den Folgen von KI-Rechenzentren auf Umwelt und Menschen gewarnt. Vor allem der hohe Energie- und Wasserverbrauch seien auf lange Sicht bedenklich.

    Erin Brockovich spricht mit den Medien im Vorfeld einer Bürgerversammlung in Ohio. Sie trägt eine Sonnenbrille und lächelt.
    Die US-Aktivistin Erin Brockovich (MediaPunch/IMAGO/mpi34)
    Auf ihrer neuen Internetseite listet Brockovich Daten von mehr als 100 Rechenzentren auf: 33 dieser Anlagen sind - Stand vom 24. Mai 2026 - bereits in Betrieb, 44 weitere sind im Bau und 27 befinden sich noch in Planung. Beklagt wird vor allem der hohe Verbrauch von Energie und Kühlwasser für den Betrieb derartiger Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. Dadurch erhöhten sich die Preise für Verbraucherinnen und Verbraucher, schreibt die über die USA hinaus bekannte Aktivistin.

    Mehr als 2.700 Bürgerbeschwerden gesammelt

    Auf einer interaktiven Karte hat Brockovich bisher mehr als 2.700 US-Bürgerbeschwerden über existierende oder mögliche Standorte gesammelt. Sie spricht sich demnach nicht für einen Baustopp oder ein Verbot von KI-Rechenzentren aus, will aber auf "die Notwendigkeit nachhaltiger, sicherer und effizienter Praktiken" hinweisen.
    Brockovich hatte Anfang der 1990er Jahre mit dazu beigetragen, einen Skandal um Trinkwasserverschmutzung im kalifornischen Hinkley aufzuklären. Hollywood-Regisseur Steven Soderbergh brachte die Geschichte unter dem Titel "Erin Brockovich" im Jahr 2000 in die Kinos. Hauptdarstellerin Julia Roberts erhielt für ihre Leistung einen Oscar.
    Diese Nachricht wurde am 27.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.