Berliner Charité
US-amerikanischer Ebola-Patient ist stark geschwächt, aber nicht in kritischem Zustand

Der Gesundheitszustand des an Ebola erkrankten US-Bürgers ist der Berliner Charité zufolge nicht kritisch. Das gab die Uniklinik in einer Mitteilung bekannt. Der Mann zeige aber deutliche Krankheitssymptome und sei stark geschwächt.

    Zwei Kinder stehen auf einer Bank in einem Flur und schauen durch ein großes Fenster in ein Zimmer. Neben ihnen sind mit Kitteln, Hauben, Gesichtsschutz und Handschuhen geschützte Menschen.
    Ebola-Patient in der Berliner Charité - die Kinder des US-Amerikaners schauen durch ein Fenster in das Zimmer ihres Vaters. (-- / Universitätsmedizin Charité / d / --)
    Bei ihm sei das zur Zeit im Ostkongo grassierende Bundibugyo-Virus, eine Art des Ebolavirus, mit einem PCR-Test eindeutig nachgewiesen worden. Der US-Amerikaner, ein Arzt, liegt im Hochsicherheitsbereich der Sonderisolierstation. Er war für die US-Organisation "Serge" im Ostkongo im Einsatz und behandelte Ebola-Patienten.
    Auch die Ehefrau und die vier Kinder des Mannes wurden von der Charité aufgenommen. Die US-Behörden hatten die Bundesregierung wegen der kürzeren Flugzeit nach Deutschland darum gebeten. Nach Angaben der Klinikbefinden sich Frau und Kinder in Quarantäne und sind symptomfrei. In einem ersten PCR-Test sei keine Ebola-Infektion nachgewiesen worden.
    Die Angehörigen dürfen demnach den Bereich, in dem sich der infizierte Patient befindet, nicht betreten. Kontakt zum Ehemann und Vater sei aber durch eine Glasscheibe zu seinem Isolationszimmer möglich. Über eine Sprechanlage könnten die Familienmitglieder miteinander reden.
    Diese Nachricht wurde am 22.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.