BR-Rundfunk
US-Armee will 5.000 Soldaten aus Bayern abziehen

Die US-Armee will offenbar 5.000 Soldaten aus Bayern abziehen. Wie der BR berichtet, ist die sogenannte Stryker-Brigade in Vilseck in der Oberpfalz betroffen.

    "Welcome to Rose Barracks Vilseck" steht am Eingang zum Truppenübungsplatz Grafenwöhr in Vilseck.
    US-Truppenübungsplatz in Vilseck (Armin Weigel/dpa)
    Das Regiment sei auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr beheimatet. Der Standort werde nicht geschlossen, es verblieben mindestens 8.000 Soldaten. Der Bürgermeister von Vilseck, Grädler, sagte, der Abzug könnte seine Gemeinde wirtschaftlich hart treffen. US-Präsident Trump hatte unlängst den Abzug von deutlich mehr als 5.000 Soldaten aus Deutschland angekündigt. Er reagierte damit auf Aussagen von Bundeskanzler Merz, der sich kritisch zum US-Krieg gegen den Iran geäußert hatte.
    Auch die geplante Stationierung von Tomahawk-Marschflugkörpern in Deutschland steht offenbar vor dem Aus. Der CDU-Verteidigungspolitiker Kiesewetter sagte im Deutschlandfunk, dies sei deutlich besorgniserregender als der von Trump angekündigte Truppenabzug. Die EU-Außenbeauftragte Kallas erklärte, die US-Pläne zeigten, dass viel mehr getan werden müsse, um die europäische Säule innerhalb der NATO zu stärke.
    Diese Nachricht wurde am 05.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.