
Zwar bevorzuge die Regierung in Washington eine Verhandlungslösung, sagte Rubio. Angesichts der aktuellen Führung in Havanna sei die Wahrscheinlichkeit dafür jedoch gering. US-Präsident Trump strebt einen Machtwechsel in dem Karibikstaat an, der seit der Revolution von 1959 kommunistisch regiert wird.
Am Mittwoch erhoben die USA Mordanklage gegen den früheren kubanischen Präsidenten Raúl Castro. Dem 94-Jährigen wird vorgeworfen, als ehemaliger Verteidigungsminister vor 30 Jahren den Abschuss zweier Zivilflugzeuge mitverantwortet zu haben.
Die Regierung in Havanna bezeichnete die Anklage als Heuchelei und verwies dabei auf die US-Angriffe auf mutmaßliche Drogenboote. Die Tötungen von 200 Menschen seien gemäß Völkerrecht als außergerichtliche Hinrichtungen einzustufen. Zudem hätten die USA bislang keine Beweise vorgelegt, dass die Schiffe tatsächlich dem Drogenschmuggel dienten.
Diese Nachricht wurde am 21.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
