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Künstliche Intelligenz
US-Autoren protestieren wegen kostenloser Nutzung ihrer Werke für KI

In den USA haben mehr als 8.000 Schriftstellerinnen und Schriftsteller mit einem offenen Brief gegen die kostenlose Nutzung ihrer Werke für die Entwicklung künstlicher Intelligenz protestiert. Der Autorenverband Authors Guild reichte das Schreiben an mehrere große KI-Entwickler wie Microsoft.

    Die Künstliche Intelligenz ChatGPT ist in Italien gesperrt.
    Neben ChatGPT sorgen derzeit auch einige andere KI-Anwendungen für Schlagzeilen und Kritik (Archivbild). (picture alliance / dpa / MAXPPP / Pierre Teyssot)
    Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem Dan Brown, James Patterson, Jodi Picoult, Margaret Atwood und Jonathan Franzen. In dem Brief heißt es laut Mitteilung, "Millionen von urheberrechtlich geschützten Büchern, Artikeln, Essays und Gedichten bieten die Nahrung für KI-Systeme - unendliche Mahlzeiten, für die es keine Rechnung gab." Die Unternehmen würden Milliarden von Dollar ausgeben, um KI-Technologien zu entwickeln. Es sei nur fair, dass die Schriftsteller für die Nutzung ihrer Werke kompensiert würden. Ohne diese wäre die KI banal und extrem limitiert.
    Bei der generativen KI werden Inhalte wie Texte, Bilder oder Videos maschinell erstellt, entwickelt wird sie unter anderem mit bereits veröffentlichtem Material.

    Auch Drehbuchautoren und Schauspieler verlangen Regelungen für KI-Einsatz

    Ebenfalls Regelungen beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz und eine bessere Bezahlung verlangen die Drehbuchautoren in den USA, die bereits seit Mai streiken. In der vergangenen Wochen schlossen sich die Schauspieler an. Der Betrieb in Hollywood ist weitgehend lahmgelegt.
    Der Verband der TV- und Filmstudios AMPTP verteidigte sich erneut. Die Schauspielgewerkschaft SAG-AFTRA stelle die gescheiterten Verhandlungen öffentlich falsch dar, hieß es. Man habe in einem Kompromissvorschlag, der auch auf KI eingegangen sei, mehr als eine Milliarde Dollar unter anderem in Lohnerhöhungen über einen Zeitraum von drei Jahren angeboten. Das habe SAG-AFTRA aber abgelehnt.