
Das Heimatschutzministerium bestätigte einen Bericht der "Washington Post". Daraus ging hervor, dass ICE-Direktor Venturella ein Schreiben an alle Mitarbeiter verschickt hat. Darin heißt es, Menschen, die kurz nach der Entlassung aus dem Gewahrsam der Behörde sterben, müssten nicht mehr gemeldet werden. Todesfälle, die sich in Gewahrsam ereigneten, würden aber weiter registriert und untersucht.
Unter dem ehemaligen US-Präsidenten Biden waren die Meldepflichten für ICE verschärft worden. So musste gemeldet werden, wenn ehemalige Gefangene innerhalb von 30 Tagen nach der Entlassung starben. Die Richtlinie war eingeführt worden, da Menschen nach der Entlassung über schwere gesundheitliche Probleme klagten.
Die Einwanderungsbehörde ICE steht unter anderem wegen der Bedingungen in Haftanstalten unter Druck. Alleine in diesem Jahr wurden 18 Todesfälle gemeldet.
Diese Nachricht wurde am 05.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
