
Der oberste NATO-Kommandeur, US-General Grynkewich, sagte in Brüssel nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters, der europäische Pfeiler des Bündnisses werde stärker. Dies gebe den USA die Möglichkeit, ihre Präsenz in Europa zu reduzieren. Den Alliierten in Europa werde dabei ausreichend Zeit eingeräumt, die wegfallenden US-Streitkräfte durch eigene Einheiten zu ersetzen, erklärte Grynkewich. Man beschränke sich in Zukunft darauf, nur entscheidende Fähigkeiten bereitzustellen, die die Verbündeten bislang noch nicht selbst hätten, so der Oberbefehlshaber der US-Truppen in Europa. Einen Zeitplan für den US-Teilabzug nannte er nicht. Grynkewich betonte aber, dass sich der Prozess über mehrere Jahre erstrecken werde.
Die USA haben derzeit etwa 80.000 Soldaten in Europa stationiert. US-Präsident Trump hatte jüngst angekündigt, mindestens 5.000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen.
Diese Nachricht wurde am 19.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
