Entzug staatlicher Fördermittel
US-Gesellschaft CPB für nicht-kommerziellen Rundfunk löst sich auf

In den USA hat die überparteiliche Einrichtung zur Finanzierung des nichtkommerziellen Rundfunks, CPB, ihre Auflösung bekanntgegeben.

    Der Moderator mit dunklem Pferdeschwanz und dunklem T-Shirt sitzt in einem kleinen Selbsfahrerstudio vor dem Mikrofon und bedient per Maus einen Bildschirm.
    Auch der Sender KILI Radio aus Porcupine, South Dakota, wurde bislang von der CPB gefördert. Der Sender ist die Stimme der Lakota Nation. (dpa / imageBROKER / Jim West)
    Man ziehe nach 58 Jahren Dienst an der amerikanischen Öffentlichkeit einen Schlussstrich, erklärte die "Corporation for Public Broadcasting" in Washington. Als Grund wurde der Entzug staatlicher Fördermittel genannt. Die CPB-Vorsitzende Calvert erklärte, was den nicht-kommerziellen Medien in den USA angetan werde, sei verheerend.
    Die CPB war eine wichtige Finanzierungsquelle der nicht-kommerziellen Senderverbände NPR für den Hörfunk und PBS für das Fernsehen. Präsident Trump hatte auch ihnen im vergangenen Sommer die staatliche Finanzierung entzogen. Er wirft den beiden Organisationen vor, linkslastig zu sein. Die Kürzungen treffen vor allem kleine und ländliche Sender, die bislang auf Bundeshilfen angewiesen waren; außerdem finanzieren sie sich durch Spenden, Sponsoring und Zuwendungen von Stiftungen. Ihre Zukunft ist ungewiss.
    Diese Nachricht wurde am 07.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.