Zensur-Debatte
US-Künstlerin Emma Shapiro fordert vor Gericht die Reaktivierung ihres Instagram-Kontos

Die US-Künstlerin Emma Shapiro geht juristisch gegen die Sperrung ihres Instagram-Accounts @nipeople vor. Der Betreiber Meta hatte dies mit Verstößen gegen die Richtlinien begründet. Shapiro hatte immer wieder Bilder von weiblichen Brustwarzen veröffentlicht.

    Das Logo der App Instagram ist am 29.12.2024 durch eine Lupe auf dem Display von einem Smartphone zu sehen. Instagram ist ein soziales Netzwerk mit Fokus auf Video- und Foto-Sharing, das vom Unternehmen Meta Platforms betrieben wird.
    Die US-Künstlerin Emma Shapiro wehrt sich gegen die Deaktivierung ihres Instagram-Kontos. (picture alliance / dpa / Matthias Balk)
    Wie das Portal "ARTnews" berichtet, setzte die in Spanien lebende Künstlerin zwei Verfahren in Europa in Gang: Eines bei der außergerichtlichen Schlichtungsstelle User Rights für Moderationsentscheidungen und ein weiteres beim spanischen Koordinator für digitale Dienste. Nach ihren Worten sind Künstler und andere Nutzer immer mehr undurchsichtigen Entscheidungen digitaler Plattformen ausgesetzt. Shapiro beklagt, dass die Anbieter jahrelange Arbeit löschen können, ohne ausreichende Erklärung oder wirksamen Einspruchsweg.
    Der Instagram-Account war Teil ihres Projekts "Exposure Therapy". Damit will Emma Shapiro gegen die Zensur von weiblich wirkenden Körpern im Internet und im realen Leben vorgehen. Sie kritisiert insbesondere, dass weibliche Brustwarzen als pornografisch zensiert werden, männliche dagegen nicht.
    Diese Nachricht wurde am 01.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.