
Die beiden Schiffe fuhren unter der Flagge der mit den USA verbündeten Vereinigten Arabischen Emirate, wie das dortige Verteidigungsministerium mitteilte. Bei der Attacke mit Marschflugkörpern sei ein indisches Besatzungsmitglied getötet worden. Das Ministerium verurteilte die Angriffe als einen "schwerwiegenden Verstoß gegen das Völkerrecht, der die Sicherheit und Stabilität in der Region gefährdet".
Zuvor hatte das US-Militär erneut Angriffe auf Ziele im Iran geflogen. Das zuständige Regionalkommando Centcom teilte mit, Ziele seien Raketen- und Drohnenstellungen sowie Abwehrsysteme gewesen. Iranische Staatsmedien berichteten von Explosionen an der Südküste des Landes. Demnach gab es mehrere Detonationen auf der Insel Kisch am Persischen Golf. Auch aus dem Bereich der Hafenstadt Buschehr, der Insel Qeschm in der Straße von Hormus sowie der Großstadt Bandar Abbas wurden Explosionen gemeldet.
Trump kündigt neue Seeblockade
Das US-Militär soll auf Anordnung von Präsident Trump erneut eine Seeblockade gegen den Iran durchsetzen. Sie gilt ab Dienstag 22 Uhr unserer Zeit und betrifft die gesamte iranische Küste einschließlich aller Häfen und Ölterminals. Die Durchfahrt neutraler Schiffe durch die Straße von Hormus zu Häfen außerhalb des Iran werde nicht behindert, hieß es.
Zugleich kündigte Trump eine Abgabe von 20 Prozent auf alle durch die Meerenge transportierten Güter an. Dies solle Kosten kompensieren, die im Zuge der Sicherstellung der Passage anfielen. Zuvor hatten die USA ähnliche Pläne des Iran noch als inakzeptabel bezeichnet. Die UNO-Schifffahrtsorganisation IMO wies das Vorhaben zurück und erklärte, dafür gebe es keine rechtliche Grundlage. Derweil stieg der Preis für ein Barrel Rohöl um fast acht Prozent.
Diese Nachricht wurde am 14.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
