Straße von Hormus
US-Militär fliegt weitere Angriffswelle gegen den Iran, Explosionen an der Südküste gemeldet

Die US-Streitkräfte haben eine weitere Angriffswelle gegen den Iran gestartet. Das zuständige Regionalkommando teilte in der Nacht mit, damit erlege man den iranischen Streitkräften weiterhin hohe Kosten auf und schwäche ihre Fähigkeiten, unschuldige Zivilisten und die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus anzugreifen.

    Eine Karte zeigt die Straße von Hormus.
    Die Straße von Hormus (picture alliance / Andre M. Chang)
    Iranische Staatsmedien berichteten von Explosionen an der Südküste des Landes. Demnach gab es mehrere Detonationen auf der Insel Kisch am Persischen Golf. Auch aus dem Bereich der Hafenstadt Buschehr, der Insel Qeschm in der Straße von Hormus sowie der Großstadt Bandar Abbas wurden Explosionen gemeldet.
    US-Präsident Trump hatte die erneuten Angriffe kurz zuvor angekündigt. Eine Reaktion aus Teheran lag zunächst nicht vor. In den vergangenen Tagen hatten die iranischen Revolutionsgarden auf amerikanische Attacken mit Gegenangriffen auf US-Stützpunkte in anderen Ländern der Region reagiert. Ziele waren unter anderem Stellungen in Jordanien, Bahrain und Kuwait.
    Derweil griff der Iran hat nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate zwei ihrer Öltanker in der Straße von Hormus an. Ein Besatzungsmitglied sei dabei getötet worden, teilte das Verteidigungsministerium in Abu Dhabi im Onlinedienst X mit. Zudem gebe es acht Verletzte. Das Ministerium verurteilte die Angriffe als einen "schwerwiegenden Verstoß gegen das Völkerrecht, der die Sicherheit und Stabilität in der Region gefährdet". Die beiden Tanker waren den Angaben zufolge von iranischen Marschflugkörpern getroffen worden, als sie auf der südlichen Route in der Straße von Hormus in omanischen Hoheitsgewässern unterwegs waren. Auf beiden Schiffen seien Brände ausgebrochen, die aber unter Kontrolle gebracht worden seien.
    Diese Nachricht wurde am 14.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.