Geldpolitik
US-Notenbank lässt Leitzins unverändert

Angesichts steigender Ölpreise und Inflationssorgen infolge des Iran-Krieges hält die US-Notenbank Fed an ihrer bisherigen Geldpolitik fest.

    Außenansicht des Gebäudes der Federal Reserve. Über dem Portal sitzt die Skulptur eines Adlers.
    Die US-Notenbank in Washington (Getty Images / Alex Wong)
    Eine Mehrheit des Zentralbankrates stimmte dafür, den Leitzins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent beizubehalten. Die Entwicklungen im Nahen Osten trügen zu einer hohen Unsicherheit für die Wirtschaft bei, teilte die Fed zur Begründung mit. Es war die letzte Entscheidung des Zentralbankrates unter dem Vorsitz von Fed-Chef Powell, der Mitte ⁠Mai regulär aus dem Amt scheidet. Präsident Trump hatte wiederholt politischen Druck auf Powell ausgeübt, damit die Zinsen gesenkt werden. Günstige Kredite können das Wirtschaftswachstum fördern.
    Zuletzt hatte die Justiz ihre Ermittlungen gegen Powell wegen angeblich überzogener Renovierungskosten an der Notenbank-Zentrale eingestellt. Die Untersuchungen waren über die Parteigrenzen hinweg und von führenden Zentralbankern als Angriff der Trump-Regierung auf die Unabhängigkeit der Fed interpretiert worden.
    Diese Nachricht wurde am 30.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.