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StartseiteSport Aktuell"Es hat keine vollständige Blase gegeben"07.09.2020

US Open"Es hat keine vollständige Blase gegeben"

Eine unvollständige Blase, eine Ungleichbehandlung von Corona-Kontaktpersonen und Sonderrechte für den Superstar - das Image der US Open hat Schaden genommen, sagt Tennis-Experte Jannik Schneider vom "Advantage Podcast" im Deutschlandfunk.

Jannik Schneider im Gespräch mit Bastian Rudde

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Novak Djokovic steht neben einer Linienrichterin, die er davor mit einem Ball getroffen hatte. Djokovic ist bei den US Open der Tennisprofis im Achtelfinale disqualifiziert worden. (Seth Wenig/AP/dpa)
Novak Djokovic steht neben einer Linienrichterin, die er davor mit einem Ball getroffen hatte. Djokovic ist bei den US Open der Tennisprofis im Achtelfinale disqualifiziert worden. (Seth Wenig/AP/dpa)

Während des Turniers habe es keine vollständige Blase gegeben, die suggerierte Sicherheit dshalb nicht bestanden. Es habe zwei Hotels gegeben. In einem vom amerikanischen Verband USTA gemieteten Hotel sei alles in Ordnung gewesen. In dem anderen, in dem rund zehn Prozent der Spieler gelebt hätten, habe es dagegen normale Gäste gegeben, sagte Schneider unter Berufung auf Spieler. Zudem hätten in dem Hotel in der Vorwoche des Turniers vier Hochzeiten stattgefunden. "Das wurde öffentlich aber nicht kommuniziert", sagte Schneider.

Ungleichbehandlung der Kontaktpersonen von Benoit Paire

Auch eine Ungleichbehandlung von zehn Spielern habe für Kritik gesorgt. Dabei geht es um die Profis, die in Kontakt mit dem positiv getesteten französischen Profi Benoit Paire gestanden haben.

"Einige durften spielen, andere durften nicht spielen", erzählt Schneider.

Die einen im Hotel, Djokovic in eigenem Haus

Novak Djokovic habe derweil nicht nur mit seiner Disqualifikation zum Gesamtbild des Turniers beigetragen. Neben seiner Rolle vor dem Turnier, als es bei der von ihm mitorganisierten Adria Tour zu mehreren Infektionen kam und Djokovic online impfkritische und parawissenschaftliche Thesen weiterverbreitete, nahm er sich Sonderrechte heraus.

Er habe in einem eigenen Haus gewohnt, sagt Schneider - und nicht wie die anderen Spieler in den Hotels der vermeintlichen Blase.

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