Pressefreiheit
US-Pentagon ändert nach Prozessniederlage Regeln für Journalisten

Das US-Verteidigungsministerium ändert nach einer juristischen Niederlage seine Regeln für Pressevertreter. Wie ein Sprecher des Pentagon in Arlington mitteilte, wird der bisherige Arbeitsbereich für die Korrespondenten mit sofortiger Wirkung geschlossen.

    Das riesige fünfeckige Gebäude aus der Luft gesehen.
    Das Pentagon in Washington. (AP / Patrick Semansky)
    Stattdessen soll ein neuer Presse-Arbeitsbereich in einem Gebäude außerhalb des Pentagon entstehen. Außerdem wird Journalisten Zugang zum Ministerium nur noch in Begleitung von autorisiertem Personal gestattet. Der Sprecher erklärte, damit halte man sich an die gerichtliche Anordnung. Ob das der zuständige Richter in Washington auch so sieht, ist noch unklar. Er hatte am Freitag die bisherigen Regeln für verfassungswidrig erklärt.
    Die vor einem halben Jahr erlassenen Richtlinien sahen vor, dass das Pentagon die Akkreditierung von Medien verweigern darf, wenn diese Informationen ohne Genehmigung des Ministeriums veröffentlichen. Wer nicht zustimmte, musste seinen Arbeitsplatz im Pentagon räumen. Gegen die richterliche Entscheidung hat das Ministerium Rechtsmittel eingelegt.
    Diese Nachricht wurde am 24.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.