
Medien hatten berichtet, Trump sei unter anderem frustriert darüber, wie die 60-Jährige ihr Ministerium leite und wie sie mit den Akten zu dem verstorbenen Sexualstraftäter Epstein umgegangen sei. Das Justizministerium hatte auf Druck des Kongresses rund drei Millionen Dokumente veröffentlicht. Bondi hatte dazu bei einer Anhörung in einem Kongressausschuss ausgesagt. Kritiker bemängelten anschließend einen wenig souveränen Auftritt. Am 14. April soll sie erneut aussagen.
Unzufriedenheit wegen mangelndem Vorgegen gegen Trumps Gegner?
Der Präsident sei zudem unzufrieden - hieß es -, weil Bondi nicht entschieden genug gegen seine politischen Gegner vorgehe. Trump hatte die Justizministerin unter anderem zu Verfahren gegen die New Yorker Generalstaatsanwältin James und den früheren FBI-Chef Comey gedrängt, die beide in der Vergangenheit gegen Trump ermittelt hatten. Gerichte blockierten die Anklagen jedoch.
Bei ihrem Amtsantritt hatte die ehemalige Generalstaatsanwältin des Bundesstaats Florida noch als treue Vertraute des Republikaners gegolten. Bondi hatte Trump bereits 2019 im ersten Amtsenthebungsverfahren unterstützt.
EPA-Chef als Nachfolger gehandelt
Ihr Stellvertreter Blanche bedankte sich auf X bei Trump für das Vertrauen und erklärte, das Ministerium werde weiter das Gesetz durchsetzen und alles dafür tun, dass die USA sicher seien. Blanche hatte Trump bereits in mehreren Strafverfahren vertreten. Es könnte sein, dass er verstärkt juristisch gegen politische Gegner Trumps vorgeht. Als Nachfolger Bondis wird in Medien der bisherige Leiter der Umweltbehörde EPA, Zeldin, genannt.
Bondi ist bereits das zweite hochrangige Kabinettsmitglied, das Trump in jüngster Zeit entließ. Anfang März hatte er bereits Heimatschutzministerin Noem abgesetzt.
Diese Nachricht wurde am 02.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
